Wie Sie während der Feiertage ein Poker-Homegame ausrichten

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Egal, ob Sie im Casino oder online Poker spielen, es macht einfach Spaß. Aber eine andere Art und Weise Poker zu spielen, ist noch viel unterhaltsamer: Homegames.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die meisten Pokerspieler in Homegames ihre ersten Gehversuche unternommen haben. Heutzutage ist das ein bisschen anders, aber der Spielspaß eines Homegames bleibt aus vielen Gründen unerreicht. Die anfänglichen Kosten halten sich in Grenzen und - einmal gezahlt - können Sie mit Ihrer Ausstattung jahrelang Spaß haben. Wie wäre es dieses Jahr zur Weihnachtszeit mit einem Homegame?

Poker zu Hause spielen - alles, was Sie wissen müssen

Wenn Sie mit Poker-Homegames durchstarten wollen, gibt es vor allem drei Überlegungen: Das Equipment, die Spieler und die Spiele betreffend.

Das Equipment

Eines ist klar: Ohne Spielkarten können Sie kein Poker spielen.

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Für ein tolles Pokerspiel braucht es eine gute Ausrüstung

Sie können zu beliebigen Spielkarten greifen - im Supermarkt finden Sie hin und wieder günstige Karten, schauen Sie ansonsten in einem der Ein-Euro-Läden vorbei. Langfristig sollten Sie aber in ein qualitativ hochwertiges Karten-Set investieren, zum Beispiel von COPAG, die jahrelang Touren wie die EPT versorgt haben. Sie lassen sich leicht mischen, verlieren ihre Form nicht so schnell und fliegen regelrecht über den Tisch. Außerdem sind sie nicht so leicht zu markieren wie gewöhnliche Spielkarten, da sie aus Kunststoff sind.

Nachdem Sie geklärt haben, mit welchen Karten Sie spielen, brauchen Sie auf jeden Fall noch Poker-Chips.

Eine der schönen Facetten des Spiels ist die Tatsache, dass Sie alles benutzen können. Ausgediente Büroklammern, Murmeln oder sogar Zigaretten, wenn Sie wie in einem Gefängnisfilm Poker spielen wollen. (Gewisse Poker-Reporter sollen auf Reisen auch schon Zettel mit Zahlen beschriftet haben.)

Etwas besser als der Chips-Ersatz sind billige Poker-Chips aus Plastik, die Sie überall bekommen können. Oder Sie greifen etwas tiefer in die Tasche und holen sich Lehm-Jetons, die so auch im Casino zum Einsatz kommen. Tatsächlich bestehen die Chips heute nicht mehr aus Lehm, es handelt sich um ein Gemisch, und Sie haben eine breite Auswahl. Die meisten Chip-Sets enthalten zusätzlich einen Dealer-Button, was äußerst nützlich ist, um während einer Hand festzustellen, wer welche Position innehat.

Zu guter Letzt müssen Sie für ausreichend Sitzgelegenheiten sorgen. Außerdem benötigen Sie eine Oberfläche, auf der gespielt werden kann.

Die Spieler

Nachdem das Equipment beisammen ist, lautet die nächste Frage: Wen wollen Sie einladen? Alle Pokerspiele sind auf mehrere Spieler angewiesen!

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Man kann davon ausgehen, dass viele dieser Spieler regelmäßig in Homegames spielen

Beim Ausrichten eines Homegames sollte für Sie an erster Stelle stehen, dass alle Spaß haben. Je unterhaltsamer der Abend, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man erneut zusammenkommt. Schaffen Sie also die richtige Atmosphäre! Laden Sie Leute ein, die gesellig sind und wissen, wie man andere mit Respekt behandelt. (Dazu gehört die Fähigkeit pünktlich auf der Matte zu stehen und ein paar Stunden zu bleiben.)

Sie sollten auch bedenken, dass manche Spieler in Ihrer Gruppe unerfahrener sind als andere. So kann es sich zum Beispiel lohnen einen Ausdruck der wichtigsten Pokerregeln auszulegen, damit Anfänger wissen, wie gespielt wird. Decken Sie die Grundlagen ab, sprich wie ist die Rangfolge der Hände und wie viel sind die einzelnen Chips wert. Auf diese Weise fühlen sich Einsteiger gleich gut aufgehoben und es herrscht weniger Verwirrung.

Das Spiel

Die Besonderheit bei Poker-Homegames besteht darin, dass die Spieler alles selbst entscheiden können. Nachdem Sie Ihren Pokerraum eingerichtet und Ihre Spieler gefunden haben, müssen Sie nur noch das richtige Spiel finden.

Die erste Wahl entfällt auf die Frage, ob Sie ein Cashgame oder Turnier spielen wollen. Auf Grund der festgesetzten Buy-ins sind Turniere für Anfänger oft angenehmer zu spielen. Wenn Sie Freunde vom Pokerspielen überzeugen wollen, raten wir zum Homegame-Turnier. Der erste Eindruck bleibt hängen, und haben sich Ihre Gäste wohlgefühlt, werden sie den Spaß bald wiederholen wollen. Nach einem Cooler während der ersten Hand eines Cashgames die Geldbörse zücken zu müssen, ist für die wenigsten reizvoll.

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Blick auf das Run It Up Live-Homegame

Die nächste Entscheidung ist, welche Variante gespielt wird. Falls die Gruppe kaum Erfahrungen mit Poker hat, sollten Sie in den ersten Sessions bei Texas Hold'em bleiben. Das ist den meisten noch ein Begriff, und Sie überfordern neue Spieler nicht mit den Regeln anderer Varianten. Jedoch sagt niemand, dass Sie so spielen müssen.

Vor dem Poker-Boom haben die Leute in Poker-Homegames die verrücktesten Varianten gespielt. Spiele mit Wild-Karten, Spiele, in denen Sie immer den Betrag im Pot entrichten müssen - sonst ist es ein Fold, Spiele, in denen die beste und schlechteste Hand jeweils eine Hälfte des Pots gewinnen und Kombinationen davon. Im Homegame kommt jedes Pokerspiel infrage, das Sie sich ausdenken können.

Darüber hinaus müssen Sie nicht jedes Mal das gleiche Spiel spielen. Sie können das Homegame als Dealer's Choice ausrichten oder die Varianten rotieren lassen, oder Sie einigen sich erst vor Ort gemeinsam auf ein Spiel. Am Ende ist es Ihr Homegame und Sie können tun und lassen was Ihnen gefällt.


Um ein erfolgreiches Homegame daraus zu machen, sollten Sie immer ein Ohr für die Interessen Ihrer Mitspieler haben. Schließlich könnten sie sich auch anders die Zeit vertreiben. Wollen Sie, dass Ihr Homegame gut besucht ist, müssen Sie auch dafür Sorge tragen, dass man gerne mitspielt. Passen Sie das Equipment und die Spiele an die Spieler an, die Sie einladen wollen. Und wenn alles klappt, werden Sie die nächsten Jahre einige unterhaltsame Pokerabende erleben!



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