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Pokerspieler sind mit den vielen verschiedenen Varianten ihres Lieblings-Kartenspiels vertraut. Ihnen ist aber womöglich nicht bewusst, dass das beliebte Casino-Spiel Roulette ebenfalls mehrere Variationen kennt.

Der folgende Artikel ist als Einführung gedacht, der Sie mit den unterschiedlichen Roulettespielen in nicht virtuellen Spielbanken und Online Casinos bekannt machen soll.

„Roulette” ist ein französisches Wort, das übersetzt „kleines Rädchen” bedeutet. Das ist bereits ein erster Hinweis darauf, dass das Spiel ursprünglich aus Frankreich stammt – genauer gesagt aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts. Vor allem gegen Ende der 1700er Jahre und in den 1800er Jahren war Roulette in ganz Europa ein populäres Glücksspiel.

Im 19. Jahrhundert haben sich die Roulettekessel ein bisschen verändert, je nachdem, wo Sie sich gerade aufgehalten haben. Mitte der 1800er Jahre sind erste amerikanische Roulettekessel aufgetaucht, auf denen neben den bekannten Zahlen der Wappenvogel der USA abgebildet war.

Die Roulettekessel mit dem Adler werden nicht mehr verwendet, aber die Unterschiede zwischen den drei Variationen des Roulettespiels sind geblieben. Wir werfen im Folgenden einen Blick auf das europäische Roulette, das französische Roulette und das amerikanische Roulette.

Europäisches Roulette

Roulette ist ein Spiel, bei dem die Spieler Vorhersagen treffen, wo die Kugel nach einer Drehung des Roulettekessels liegen bleibt. Am äußeren Rand des Kessels befinden sich die nummerierten „Kammern”. Sobald sich der Kessel nicht mehr dreht, kommt die Kugel in einer der Kammern zum Stehen. Diese Zahl gewinnt und etwaige Gewinne werden entsprechend ausgezahlt.

Alle Roulettekessel weisen die Zahlen 1 bis 36 auf. Die Hälfte der Zahlen ist „rot” markiert, die andere Hälfte „schwarz”. Der europäische Roulettekessel verfügt zusätzlich über eine Null: „0″. Diese ist grün markiert und hebt sich vom Rest ab.

Neben dem Roulettekessel ist ein Tableau zu finden, auf dem die Zahlen abgebildet sind. Um nun Roulette zu spielen, müssen Sie lediglich Chips auf der Zahl ablegen, auf die Sie setzen wollen.

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Wie Sie sehen, sind alle Zahlen in einem Rechteck zu finden. Am unteren und rechten Rand können Sie Felder entdecken, über die Sie auf mehrere Zahlen zugleich setzen können. Etwa:

● „1st 12″ (1 bis 12)
● „2nd 12″ (13 bis 24)
● „3rd 12″ (25 bis 36)
● „1-18″
● „19-36″
● „Even” (alle geraden Zahlen)
● „Odd” (alle ungeraden Zahlen)
● „Red” (alle roten Zahlen)
● „Black” (alle schwarzen Zahlen)

Manchmal ist auch von „Outside”- und „Inside”-Wetten die Rede. Gemeint ist damit, ob die Wette innerhalb („inside”) des nummerierten Zahlenrasters oder außerhalb davon („outside”) zustande kommt.

Die Höhe der Auszahlungen hängen von der Gewinnwahrscheinlichkeit ab. Setzen Sie zum Beispiel auf eine bestimmte Zahl und die Kugel landet auf dieser, erhalten Sie das 35-fache Ihres Einsatzes. Wenn Sie auf „Rot” (insgesamt 18 Zahlen) oder „Ungerade” (insgesamt 18 Zahlen) setzen und richtig liegen, gewinnen Sie das Doppelte Ihres Einsatzes.

Interessanterweise ist die „Null” dafür verantwortlich, dass das Casino einen Hausvorteil hat. Durch die Null ist die Chance, korrekt auf eine bestimmte Zahl zu tippen, ein bisschen kleiner als 35:1, und sie ist auch ein bisschen kleiner als 2 zu 1, dass die Kugel auf einer roten oder ungeraden Zahl zum Erliegen kommt.

Französisches Roulette

Das französische Roulette verwendet den gleichen Kessel (mit einer „Null”) und die gleichen Einsatzmöglichkeiten wie das europäische Roulette. Das französische Roulette-Tableau ist jedoch ein bisschen anders angeordnet als das europäische. Trotzdem lassen sich die gleichen „Outside Wetten” platzieren (sie sind bloß woanders zu finden).

Auf den ersten Blick glauben tatsächlich manche Spieler, dass sich das französische Roulette genauso abspielt wie das europäische. Allerdings greifen beim französischen Roulette zusätzliche Regeln, die es einzigartig machen und Auswirkungen auf die Gewinnchance und Auszahlung haben.

Wenn Sie beim französischen Roulette auf ein Feld „outside” setzen und verlieren, weil die Kugel auf der Null landet, bekommen Sie die Hälfte Ihres Einsatzes zurückerstattet. Diese Regel ist unter dem Namen „La Partage” bekannt. Der Name wird vom französischen Wort partager abgeleitet, was sich mit „teilen” übersetzen lässt.

„La Partage” räumt dem Spieler leicht höhere Gewinnchancen ein, da die negativen Auswirkungen der „Null” um die Hälfte reduziert werden. Vergleichen wir das französische Roulette mit dem europäischen, hat die französische Version bessere Gewinnwahrscheinlichkeiten zu bieten als die europäische Variante.

Die zweite Regel knüpft an die erste an. Sie hört auf den Namen „En Prison”. Verlieren Sie mit einer „Outside Bet”, weil die Kugel auf der „Null” landet, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder lassen Sie sich die Hälfte des Einsatzes zurückzahlen (gemäß „La Partage”) – oder Sie wiederholen die Wette.

Entscheiden Sie sich für die zweite Option, markiert der Croupier Ihren Einsatz, um anzuzeigen, dass dieser „en prison” ist. Wenn Sie die zweite Wette gewinnen, erhalten Sie eine Auszahlung – verlieren Sie, haben Sie den Einsatz verwirkt. (Die Casinos haben unterschiedliche Regeln, wie zu verfahren ist, wenn die Kugel zweimal in Folge auf der „Null” liegen bleibt.)

Amerikanisches Roulette

Damit sind wir bei der dritten bekannten Variation des Spiels angekommen, beim amerikanischen Roulette. Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf das Layout des amerikanischen Roulette-Spiels werfen: Können Sie einen Unterschied zum europäischen Roulette erkennen?

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Wahrscheinlich haben Sie den großen Unterschied bemerkt: Der amerikanische Roulettekessel verfügt über eine zweite grüne „Doppel-Null” – zusätzlich zur ersten „Null”, die sich auch auf dem europäischen Kessel befindet. Abgesehen davon bekommen wir es mit den gleichen „Outside Bets” zu tun und am Spielablauf ändert sich auch nichts.

Wenn Sie jedoch darüber nachdenken, werden Sie feststellen, dass die amerikanische Version mit der zusätzlichen „Doppel-Null” gravierende Auswirkungen auf den Hausvorteil hat. Dieser ist sehr viel höher, die Gewinnchance der Spieler sinkt.

Einsätze auf einzelne Zahlen werden beim amerikanischen Roulette im Gewinnfall nach wie vor mit 35:1 vergütet. Dabei verfügt der Kessel über 38 Kammern, nicht 37, was Ihre Gewinnchance, mit einem Tipp auf eine einzelne Zahl richtig zu liegen, ein bisschen reduziert. Dasselbe gilt für einen Einsatz auf „Rot” beispielsweise – statt in 18 von 37 Fällen, liegen Sie in 18 von 38 Fällen richtig. Die 2:1-Auszahlung bleibt jedoch erhalten.

Daraus folgt, dass die europäische Version im Vergleich mit dem amerikanischen Roulette Spiel bessere Gewinnchancen bereithält. Diese Aussage trifft auch bei einem Vergleich zwischen dem französischen Roulette vs. amerikanischen Roulette zu: Die französische Variation ist besser für den Spieler. Die amerikanische Spielweise sichert den Casino-Betreibern einen größeren Vorteil.

Tatsächlich gibt es sogar Casinos, die Kessel mit einer „Dreifach-Null” anbieten. Der Hausvorteil bei diesen Roulettespielen ist sogar noch höher.

Vielleicht haben Sie noch einen anderen Unterschied zwischen den Kesseln in Amerika und Europa bemerkt: Die Anordnung der Zahlen. Wie Sie sehen können, ist die Reihenfolge der Zahlen anders, wenn wir die Kessel gegenüberstellen.

Wenn Sie Roulette online spielen, haben Sie oft die Wahl zwischen den verschiedenen Variationen. Das ist der große Vorteil, wenn Sie online spielen: Sie können das europäische, französische oder amerikanische Roulette ausprobieren, egal, wo Sie gerade sind!

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